Der Rave und seine Geschichte

In den späten 1980ern brachte das Unternehmen Roland den Analogsynthesizer TB-303 auf den Markt. Dieser Basssyntheziser war ursprünglich für Gitarristen und Bands gedacht, die Unterstützung für ihre Projekte suchten, erwies sich dafür aber als ziemlich unbrauchbar, bis findige US-DJs ihn in kreativer Weise für eigene Aufnahmen zweckentfremdeten. Ein sehr großer Teil der damaligen Tanzmusik wurde mit diesem Gerät und dem ebenfalls von Roland stammenden Drumcomputer TR-808 eingespielt, wodurch sich ein charakteristisches Klangbild ergab. Es handelte sich noch um Analogtechnik, Digitalaufnahmen begannen erst gerade. Dieses Klangbild wurde in Verbindung mit verschiedenen Musikstilen von den Plattenfirmen ebenso als „Rave“ bezeichnet. In der Folge kam es durch Gründung vieler kleiner Sub-Labels und dem Aufkauf pleitegegangener Punk-Labels sowie der schnellen Entwicklung dieser Musikstile zur Kontrastierung und Unterwanderung des Begriffs, der dann schließlich nicht mehr in Gebrauch war. Wer also heute noch „Rave“ hören möchte, der kann sich in den MTV-Charts zwischen 1988 und 1992 umsehen.

Der elektronische Sound wurde vorerst kaum in Stile oder Kategorien unterteilt. Es gab meist einen großen Dancefloor und die zwei oder einige wenige DJs spielten sich innerhalb einer Party durch verschiedene Facetten der elektronischen Musik. Mit dem kommerziellen Erfolg und dem Anwachsen der Besucherzahlen wurde dieses Konzept zugunsten eines besseren Marketings in die Auflistung von möglichst vielen bekannten Produzenten und DJs geändert. Dabei wurde die Spielzeit des jeweiligen DJs auf weniger als eine Stunde begrenzt. Dieses Konzept hatte großen Erfolg und wurde immer häufiger auf immer größeren Veranstaltungen realisiert. Die Folge war ein enorm hoher Erfolgsdruck für die DJs. Diese mussten in dieser kurzen Zeit „funktionieren“, welches folgerichtig enormen Einfluss auf die Musikauswahl hatte. Die Hits wiederholten sich oft stündlich. Dadurch veränderte sich auch die Musik. Es entwickelte sich eine hierfür besonders geeignete Musik.

Die Diversifikation von Techno in unterschiedliche Stilrichtungen mit teils extrem unterschiedlichen Geschwindigkeiten führte Mitte/Ende der 1990er-Jahre zu einer neuen Form von Raves mit vielen unterschiedlichen Floors. Als Motto der Ravekultur entwickelte sich PLUR („Peace Love Unity Respect“).

Quelle: Wikipedia


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